Eurofinanz GmbH Versicherungsmakler Kaiserslautern
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Die geringe Nachfrage nach dem neuen Biokraftstoff "E10" beflügelt die Phantasie: Wer bei Shell mindestens 30 Liter E10-Biokraftstoff tankt, ist gratis gegen mögliche Schäden versichert.
Damit richtet sich der Mineralölkonzern Shell an alle Kunden, die aus Furcht vor möglichen Folgeschäden noch kein E10 tanken.
Außerdem: Sieben Fragen und Antworten zum neuen Biokraftstoff E10
Biokraftstoff E10 - Gefahr nur für einige Autofabrikate
Mit dieser Maßnahme will Shell seinen Kunden Sicherheit geben, von der zuerst die "BILD"-Zeitung berichtet hatte. Dabei darf die Erstzulassung des Fahrzeugs nicht vor 1996 liegen und der Hersteller muss eine Unbedenklichkeitserklärung gegenüber E10 abgegeben haben.
Stellt dann ein Sachverständiger trotzdem Folgeschäden durch E10 fest, werden die Reparaturkosten übernommen. Dieser Schutz gilt für eine Versicherungslaufzeit von 18 Monaten.
Zuvor wurde aus der Konzernzentrale laut, dass die E10-Ablehnung vieler Verbraucher die Branche hart treffe. Sogar Vergleiche mit dem Protest gegen "Stuttgart 21" wurden vorgenommen. Die Ablehnung ist für die Branche teuer: Auf die Mineralölwirtschaft in Deutschland kämen dreistellige Millionenbeträge als Strafzahlungen zu sowie die Kosten der Umrüstung.
Sieben Fragen und Antworten zum neuen Biokraftstoff E10:
1. Was heißt eigentlich "E10"?
Bislang wurde dem Superbenzin bis zu 5 % Ethanolanteil ("E") beigemengt. Zukünftig kann Superbenzin bis zu 10 % Ethanol beigemengt sein und weist somit einen höheren Anteil an biologisch erzeugtem Kraftstoff auf.
2. Wer sind die größten Herstellerländer von Ethanol?
Größte europäische Hersteller sind Russland und Frankreich.
3. Welche Fahrzeugtypen vertragen E10?
Eine Liste der Fahrzeuge mit "E10"-Verträglichkeit findet man auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de/e10. Zudem müsste eine solche Liste in jeder deutschen Tankstelle ausliegen. Wer Zweifel hat, sollte eine Werkstatt um Rat fragen oder direkt die Servicenummern der wichtigsten Fahrzeughersteller anrufen.
4. Was kann man tun, wenn man "E10" misstraut?
Fragen Sie bei Ihrer Tankstelle nach. Dort ist man angehalten, weiterhin das bisherige Superbenzin ("Schutzsorte") anzubieten.
5. Warum ist E10 erheblich billiger als die "Schutzsorte" Super 95?
Wenn die Mineralölkonzerne die von der Regierung vorgegebene Absatzquote für E10 nicht erfüllt, muss mit empfindlichen Strafzahlungen rechnen. Daher wollte man einen Anreiz zum Umsteigen schaffen. Strafzahlungen und hohe Kosten für die Umrüstung werden dem herkömmlichen Superbenzin zugeschlagen und somit direkt an den Verbraucher weitergegeben.
6. Was mache ich im Urlaub oder auf der Geschäftsreise außerhalb Deutschlands?
Keine Panik: E10 soll europaweit eingeführt werden.
7. Wer zahlt einen möglichen Motorschaden, wenn mein Auto trotz Zusicherung des Herstellers E10 nicht verträgt?
Die Kraftfahrzeug-Vollkaskoversicherung zahlt für innere Betriebsschäden nur in einem absolut eng umrissenen Kreis. Darunter fallen keine Schäden, die durch Kraftstoffe verursacht wurden. Weitere Informationen zur KFZ-Versicherung finden Sie HIER.
Auch Mineralölkonzerne und Hersteller lehnen eine Haftung für eventuelle Schäden bislang ab - bis Shell mit ihrer "E10-Versicherung" eine Marketingkampagne startete.
Shell bietet Gratisversicherung bei "E10"-Schäden